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Fesselballone

Die Gasfesselballone in Berlin, Hamburg und an der Göltzschtalbrücke waren und sind eine aufwendige Attraktion. Aufgrund der nötigen Platzverhältnisse und der hohen Kosten werden Ballone in dieser Größenordnung nur selten errichtet.

Der Vogtlandballon

Seit 2001 erfreute der weithin bekannte Vogtlandballon Einheimische und Touristen und lud zum Verweilen an der Göltzschtalbrücke ein. Wegen einer Undichtigkeit am Ballon musste er leider im Jahr 2007 abgerüstet werden.

Der „alte“ Vogtlandballon

Der „alte“ Vogtlandballon

Dieser Ballon hat Geschichte geschrieben. Nach einem kurzen Anlauf unter der ersten Betreibergesellschaft übernahm die GTG Göltzschtal Touristik GmbH den Ballon im Jahr 2002 und führte ihn zum Erfolg. Er sorgte dafür, dass jährlich bis zu 400.000 Besucher die Göltzschtalbrücke besuchten und bis zu 25.000 einen Aufstieg mit dem Ballon erleben konnten. Wie man seit 2008 verfolgen konnte, waren die Besucherzahlen seit dem Abbau des Ballons drastisch gesunken.

Der Ballon hielt aufgrund der exzellenten Pflege durch die gut ausgebildete Mannschaft übrigens den Rekord des Betriebs mit ein und derselben Heliumfüllung von 7 Jahren!

Leider nagt der Verschleiß aber auch an einem gut gepflegten Ballon und der Orkan Kyrill im Winter 2007 tat ein Übriges. Der gut gesicherte Ballon wurde dennoch so stark belastet, dass das Ballonett – ein luftgefüllter „Innenballon″ zum Druckausgleich - von der Außenhülle mehr und mehr abriss und damit die Funktionsfähigkeit des Ballons nicht mehr gewährleistet war. Immer mehr Luft vermischte sich mit dem Helium und schließlich blieb nichts anderes übrig, als den Ballon stillzulegen. Die Kosten für eine eventuelle Reparatur wären immens gewesen.

Blick vom Ballon auf die Göltzschtalbrücke

Blick vom Ballon auf die Göltzschtalbrücke

2008 übernahm die CL CargoLifter GmbH & Co. KGaA die GTG und testete auf dem Ballongelände zunächst an einem russischen Ballon vom Typ AeroLift ihren Ballonkran.

Erste BKS-Tests mit dem „AeroLift“

Erste BKS-Tests mit dem „AeroLift“

Aero30Für weitere Tests mit größerer Tragfähigkeit wurde 2010 ein Aero30 erworben. Nach den Ballonkrantests konnte dieser als Passagierballon umgerüstet werden und brachte als neuer Vogtlandballon die Besucher wieder in luftige Höhen. Doch auch dieser Ballon musste 2013 abgebaut werden. Sehr hohe Heliumkosten und ungünstige Rahmenbedingungen machten es leider unwirtschaftlich, den Ballon an diesem Standort weiter zu betreiben. Ballon und Technik wurden zum Teil verkauft. Die GTG arbeitet inzwischen weltweit bei Einsätzen von CargoLifter und an ihrem neuen Standort im Allgäu an neuen Entwicklungen.

Die Ballontechnik

Der Ballon vom Typ Aéro30NG ist ein mit Helium gefüllter Fesselballon. Er wurde von der Firma Aerophile in Paris gemeinsam mit Ballonbau Wörner in Augsburg entwickelt und wird auch von diesen Firmen produziert.

Technische Daten des Aéro30 NG

  • Durchmesser: 22,40m
  • Höhe am Boden: ca. 32m 
  • Füllung: ca 6.000m 3 Helium
  • max. Passagiere: 30 (+ 1 Pilot)
  • Aufstiegshöhe der Gondel: 150m

Sicherheit

Der Aero30NG ist ein sehr sicherer Ballon, mit dem schon viele Millionen Passagiere unfallfrei transportiert wurden. Er zeichnet sich durch eine Reihe von besonderen Sicherheitsmerkmalen aus:

  • Im unwahrscheinlichen Fall eines Seilrisses kann der Ballon vom Piloten wie ein normaler Gasballon gefahren werden. Er besitzt alle Einrichtungen, die für das Fahren (Flugfunk, Positionslichter) und weiche Landen (Ventile, Ballonet, Rip-Panel) nötig sind. Die Piloten sind für so einen Fall trainiert, obwohl er noch nie eingetreten ist und durch die ständige Kontrolle des auf 10fache Überlast ausgelegten Seils sehr unwahrscheinlich ist.
  • Die Winde ist mit drei voneinander unabhängigen Systemen ausgestattet, um den Ballon wieder sicher zu Boden ziehen zu können.
  • Die Landeplattform sichert durch ihre spezielle konische Form das kontrollierte Aufsetzen des Ballons, auch bei stärkerem Wind.
  • Pilot und Bodenpersonal sind durch zuverlässige, wettergeschützte Instrumente jederzeit über den genauen Zustand von Technik und Umgebung (Wetterverhältnisse, Wind) informiert.

 

Platzverhältnisse

Bei starkem Wind und in der Ruhezeit wird der Ballon an 8 Fundamenten mit Seilen gesichert.

Mehr Informationen

Informationen über das in Netzschkau mitentwickelte Ballonkransystem finden Sie auf der CargoLifter-Webseite. Was wir jetzt gerade entwickeln, ist hier zu finden.

Videos vom Ballon und den Ballonkranversuchen am Standort finden Sie im Youtube-Kanal von CargoLifter.